Trend zu mehr Mobilität hält an: 445.000 Personen pendeln aus einem anderen Bundesland oder dem Ausland zum Arbeiten nach Bayern ein.
Mit der steigenden Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern nimmt auch die Zahl der Menschen, die für die Arbeit pendeln, zu. Von den 6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern sind etwa 445.000 Personen aus einem anderen Bundesland oder dem Ausland zum Arbeiten eingependelt. Im Vergleich zum Vorjahr sind 2024 etwa 7.500 Menschen mehr zum Arbeiten nach Bayern gependelt. 7,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort Bayern wohnten 2024 nicht im Freistaat. Sie kommen dabei überwiegend aus Baden-Württemberg (117.000), Nordrhein-Westfalen (55.000) oder dem Ausland (49.000).
Die Zahl der Auspendler stieg ebenfalls an (+11.000). neben den 445.000 sog. Einpendlern verließen auf der anderen Seite rund 360.000 Menschen aus Bayern ihren Wohnort, um außerhalb der Landesgrenze zu arbeiten. Sie gingen überwiegend einer Arbeit in Baden-Württemberg (139.000), Hessen (77.000) oder Nordrhein-Westfalen (56.000) nach.
Menschen aus Sachsen und Thüringen pendeln besonders häufig nach Bayern für die Arbeit ein.
„Aktuell kommen 85.000 mehr Menschen zum Arbeiten nach Bayern, als sie aus Bayern wegen der Arbeit in ein anderes Bundesland gehen. Das belegt die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Bayern. Die Arbeitspendler nach Bayern sind ein wichtiger Faktor für den historisch hohen Beschäftigungsstand in Bayern und stehen damit für Produktivität, Innovation und Wohlstand. Der anhaltende Trend zu mehr Mobilität zwischen Arbeits- und Wohnort setzt sich weiter fort. So arbeiten in Bayern 2,7 Millionen Beschäftigte nicht in dem Landkreis oder der Stadt, in dem bzw. der sie wohnen. Damit zeigen die bayerischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine in diesen wirtschaftlich kritischen Zeiten erfreuliche Flexibilität. Diese Flexibilität wird gerade auch in Zeiten des Strukturwandels und der Transformation ein wichtiger Erfolgsfaktor bleiben“, so Dr. Markus Schmitz, Chef der bayerischen Arbeitsagenturen und Jobcenter, zur neuen Pendlerstatistik.
Oberbayern hat die größten Pendelbewegungen in Bayern
Innerhalb Bayerns pendeln die meisten Menschen nach Oberbayern (364.808 Personen), es pendeln jedoch auch die meisten Menschen aus Oberbayern aus (177.179 Personen). Oberbayern hat jedoch auch die mit Abstand meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in ganz Bayern, bedingt durch die Ballungsräume München und Ingolstadt. Die Zahl der pendelnden Menschen nimmt mit dem Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt zu. Bezogen auf alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pendeln die meisten Menschen nach Oberfranken ein (17,6 Prozent). Hier spielen Pendelbewegungen aus Thüringen und Sachsen eine Rolle, aber auch die Anziehungskraft der Region Forchheim für angrenzende Städte Mittelfrankens. Die geringste Pendelquote bezogen auf die Beschäftigten insgesamt gibt es in Niederbayern (11,2%).
München ist Spitzenreiter bei den Einpendlern in ganz Deutschland
Wie auch im Vorjahr ist München die Pendlerhauptstadt Deutschlands. 2024 sind knapp 462.000 Menschen nach München gependelt, um dort zu arbeiten. Damit liegt München vor Frankfurt am Main (418.000) und Berlin (408.000). Die meisten Personen kommen dabei aus dem Münchener Umland in die Stadt, um dort einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachzugehen. Von den Menschen, die in der Landeshauptstadt München einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, sind 47,6% Einpendler. Auch in den meisten anderen Großstädten in Bayern liegt die Zahl derer, die zum Arbeiten einpendeln, über denen, die auspendeln. Lediglich aus Fürth pendeln mehr Menschen zum Arbeiten aus als ein. Hier ist die Nähe zur Stadt Nürnberg der treibende Faktor.