Mit Blick auf das zurückliegende Jahr sagte Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit: „Der Arbeitsmarkt hat sich bereits etwas von den Corona-Folgen erholt. Nach dem ersten Lockdown waren die Arbeitslosenzahlen kräftig gestiegen, im Jahr 2021 aber erheblich wieder gesunken. Schwierig ist allerdings, dass Langzeitarbeitslose von der Erholung wenig profitiert haben. Viele Menschen, die lange ohne Job sind, brauchen intensive Unterstützung, um ins Erwerbsleben zu finden. Deshalb begrüße ich sehr, dass die Förderinstrumente für Langzeitarbeitslose im Teilhabechancengesetz entfristet und weiterentwickelt werden sollen.“ In den drei Jahren seit Einführung des Gesetzes haben bereits 8.439 Menschen in Niedersachsen eine geförderte Beschäftigung begonnen.
Die Kurzarbeit ist wieder spürbar angestiegen. Im Dezember haben 1.771 Betriebe Kurzarbeit angezeigt, mit steigender Tendenz. Schwerpunkte liegen in der Gastronomie und im Einzelhandel, die mit den Corona-Folgen kämpfen. Hinzu kommen Betriebe aus unterschiedlichen Branchen, die von Lieferengpässen ausgebremst werden und teilweise erstmals Kurzarbeit anzeigen.
Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen ausweist, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Dezember bei 289.284 Personen. Das waren 11,4 Prozent weniger als im Vorjahr.