Der Arbeitsmarkt im Landkreis Salzwedel im Juli 2024

- saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

- Potentiale zu heben erhöht Chancen auf Stellenbesetzung

31.07.2024 | Presseinfo Nr. 70

Im Juli 2024 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Juni um 149 Personen bzw. um 5,3 Prozent gestiegen. Damit waren 2.965 Personen im Altmarkkreis Salzwedel arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 7,0 Prozent. 

"Die Arbeitslosigkeit ist im Juli saisonüblich angestiegen, da Einstellungen in den Unternehmen häufig erst wieder nach der Urlaubszeit umgesetzt werden. Zudem spiegeln sich auch das Schuljahresende und das Auslaufen von Ausbildungsverträgen in gestiegenen Arbeitslosenzahlen der Jüngeren wider", erklärt Matthias Kaschte, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt Nord.

"Unternehmen stellen sich derzeit vielen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen. Ihren hohen Bedarf an Fachkräften wollen Sie deshalb möglichst mit passgenauen Bewerberinnen und Bewerbern decken, um Einarbeitungszeiten so kurz wie möglich zu halten. Die Chancen auf eine Stellenbesetzung können aber deutlich erhöht werden, wenn alle Potentiale gehoben werden. Der Arbeitsagentur und den Jobcentern stehen dafür verschiedene Instrumente zur Verfügung, um notwendige Qualifikationen oder die Einstellung zu fördern“, ergänzt er.

 

Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich

Im Juli 2023 betrug die Arbeitslosenquote 7,1 Prozent und es waren 3.017 Personen arbeitslos gemeldet.

 

Unterbeschäftigung

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. 

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Juli 2024 auf 3.847, das sind 51 Personen mehr als im Vormonat und 155 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 8,9 Prozent.

 

Zahl neu gemeldeter Stellen gestiegen

Der Stellenbestand ist weiterhin hoch. Er ist gegenüber dem Vormonat zudem um 30 gestiegen und beträgt 877. Im Vorjahr waren im Juli 787 Arbeitsstellen gemeldet.

Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Juli im Vergleich zum Juni gestiegen. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Juli beim Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur 163 neue Stellen, 30 mehr als im Juni. 

Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Fertigungstechnische Berufe (166 Stellen, z.B. Mechatroniker), Fertigungsberufe (126 Stellen, z.B. Maschinen- und Anlagenführer) und Lebensmittel- und Gastgewerbeberufe (117 Stellen, z.B. Köche).